Castagniccia


Wenden Sie sich nun dem Landesinnern zu. Ein Meer von Wäldern erwartet Sie. Ihre Ursprünge
gehen auf 1584 zurück, als die Genuesen die systematische Anpflanzung von Nutzbäumen organisierten, insbesondere von Kastanienbäumen. Da die Region damals dicht besiedelt war, wurde aus dem Obstbaumgarten bald ein rießiger Kastanienwald, von dem die Castagniccia (castagna, la châtaigne) ihren Namen erhalten hat und der heute noch das Bild dieser Landschaft prägt.

Die Castagniccia war der Ausgangsort vieler Volksaufstände (hier wurde Pascal Paoli 1755 zum «General der Korsischen Nation» ernannt) und sie wird Sie mit ihrer Eigenart, ihren Häusern mit den steingedeckten Dächern, die alle ihren Rataghju (Kastanien-Trockenboden) besitzen, und den leuchtenden Farben ihres
Herbstwaldes in ihren Bann ziehen. Sie umfasst drei Pieve (ehemalige Pfarrgemeinden) von Alesani, Orezza und Ampugnani. Ein Ort, der sich für Spaziergänge im Wald anbietet, aus dem, wie Leuchttürme über dem Meer, die Glockentürme der barocken Kirchen herausragen.

CastagnicciaIn der Castagniccia lohnt sich der Besuch zahlreicher Kirchen mit ihrer reichen Innendekoration im barocken Stil. Saint-Pierre et Saint Paul von Pedicroce, Notre-Dame-du Mont Carmel Stoppia Nova, La Porta, Giacatojo, Quercitello und Valle d’Orezza, die alle unter Denkmalschutz stehen. Das zauberhafte Kloster von Alesani, das am 8. September sein Klosterfest feiert.

  Morosaglia

Hier, in diesem kleinen Dorf der Castagniccia, wurde 1725 der Freiheitskämpfer Pascal Paoli, «Vater der Korsischen Nation», geboren. Dieser hochgebildete Kavallerieleutnant übernahm 1755 die Führung des Aufstands gegen die Genuesen. Er wurde «General der Nation» genannt und bestimmte Corte zur Hauptstadt, verabschiedete eine republikanische Verfassung, baute eine Verwaltung auf, gründete die Ile Rousse, die Universität von Corte. Aber 1768 übergaben die Genueser Korsika an Frankreich. Paoli organisierte den Widerstand, wurde aber 1769 bei der Schlacht von Ponte Nuovo geschlagen und gezwungen ins Exil zu gehen. Ein kleines Museum wurde in seinem Geburtshaus eingerichtet, in der Nähe der kleinen Kapelle, in der seine Urne aufbewahrt wird.

Quelle ( AGENCE DU TOURISME)

 

 

 




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